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| Ihr junger Hund |
Unter der Obhut des Züchters ist der Welpe sorgfältig entwurmt worden Vor allem hat er den kleinen Hund auch gegen ,,Katzenseuche", Staupe, Leber-entzündung und Leptospirose impfen lassen Um einen vollständigen Schutz gegen diese Krankheiten zu erzielen liegt es nun an Ihnen, diese Impfungen nach etwa 14 Tagen wiederholen zu lassen Danach besteht gegen Staupe und Leberent-zündung ein zirka 2 Jahre anhaltender, gegen Tollwut, Leptospirose und ,,Katzen-seuche" ein zirka einjähriger Schutz, so daß folgendes lmpfschema anzuwenden ist: Beim Züchter: Impfung gegen Staupe, Leberentzündung und Leptospirose im Alter von 7 - 9 Wochen. Beim Besitzer: Wiederholungsimpfung gegen ,,Katzenseuche" im Alter von 10 - 12 Wochen. Wiederholungsimpfung gegen Staupe, Leberentzündung und Leptospirose im Alter von 12 - 14 Wochen Gleichzeitig kann eine Impfung gegen Tollwut durchgeführt werden Auf-frischungsimpfung gegen Tollwut, Lepto-spirose und ,Katzenseuche nach jeweils etwa 1 Jahr. Auffrischungsimpfung gegen Staupe und Leberentzündung nach jeweils 2 Jahren. Wird Ihr Hund nach diesem Plan regel-mäßig geimpft, genießt er den best-möglichen Schutz vor den häufigsten Infektionskrankheiten Um eine Neuansteckung mit Würmern rechtzeitig erkennen zu können, empfiehlt es sich, im Abstand von 1/2 - 1 Jahr eine Stuhluntersuchung durchführen zu lassen. Dabei können die Parasiten erkannt und mit einem gegen den jeweiligen Erreger wirksamen Medikament abgetötet werden. Zuletzt noch einige Ratschläge zur Fütterung: Sie können davon ausgehen, daß jedes auf dem Markt erhältliche Fertigfutter korrekt zusammengesetzt ist und Ihr Hund damit vollständig ernährt werden kann. Selbst zubereitetes Futter sollte zu etwa 2/3 aus Fleisch und 1/3 aus
Flocken, bzw. Reis bestehen. Zu 100g Fleisch muß un-gefähr
1g Mineralfutter zugesetzt werden, um eine ausreichende Kalziumversorgung
sicherzustellen. Abschließend wünsche ich Ihnen viel Spaß und wenig Sorgen mit Ihrem neuen Gefährten. Bei Problemen hilft Ihnen Ihr Tierarzt sicherlich gerne weiter! Magendrehung Bewegt sich ein Hund nach einem ausgiebigen Mahl übermäßig, kann der gefüllte Magen so sehr in Schwingungen geraten, daß er sich richtiggehend überschlägt. (Ganz besonders gefährlich scheinen Abwärtsbewegungen, wie z. B. das Hinunterlaufen einer Treppe). Als Folge davon werden sowohl der Mageneingang als auch der Magenausgang zusammen mit den versorgenden Gefäßen abgeschnürt. Die Gärungsprozesse im Magen verursachen rasch eine massive Blähung. Innerhalb weniger Stunden sterben große Teile des Magens ab. Folgende äußere Veränderungen stellt ein aufmerksamer Besitzer in einem solchen Fall bei seinem Hund fest: - Würgen und Brechen von Schleim - Rasche Zunahme des Bauchumfangs; - Blähung insbesondere der rechten Körperseite Nur rasches Erkennen der Erkrankung und eine korrekte chirurgische Versorgung, bei weicher der Magen wieder in die richtige Position gebracht wird, können das Leben des Hundes retten! Zweimal im Jahr wird die Hündin läufig. Zu Beginn der Läufigkeit schwillt die Scheide an. Dann blutet die Hündin aus der Vulva. Dies dauert insgesamt etwa drei Wochen. Am Ende dieser Zeit ist die Hündin befruchtungsfähig. Unabhängig davon ob sie erfolgreich gedeckt wurde oder nicht, läuft hormonell immer eine Trächtigkeit oder Scheinträchtigkeit ab. Eine Geburt oder Scheingeburt findet nach 63 Tagen statt. Danach bildet die Hündin Milch; Dabei sind die einzelnen Phasen von Individuum zu Individuum unterschiedlich stark ausgeprägt. Manche Hunde fressen während der Scheinträchtigkeit nicht mehr oder zeigen deutliche Verhaltensänderungen. Nach vier bis acht Wochen verschwinden diese Erscheinungen wieder. Der Tierarzt hat die Möglichkeit, mit Medikamenten diese Symptome zu beheben oder wenigstens zu mildern. Nach der Scheinträchtigkeit folgt eine mehrere Monate andauernde Hormonpause, bis dann der nächste Zyklus beginnt. Wie schon erwähnt wird die Hündin zweimal pro Jahr läufig, es ist aber nicht ungewöhnlich, wenn sie es nur einmal im Jahr wird. Bei manchen Hunden tritt die Läufigkeit sogar viermal im Jahr auf, ohne daß dies krankhaft wäre. Da die Läufigkeit dem Besitzer oft viele Unannehmlichkeiten bereitet (Blutung, Scheinträchtigkeit, Verhaltensänderung, lästige Nachbarshunde), wird der Tierarzt nach Möglichkeiten gefragt, sie zu verhindern. 1 Medikamentelle Läufigkeitsunter-drückung: Der Tierarzt kann mit regelmäßig verabreichten Hormon-gaben bei der Hündin eine Läufigkeit unterdrücken. Sie sollten aber nur in einer Zeit verabreicht werden, in der bei der Hündin keine eigenen Hormone wirksam sind, also circa vier Monate nach der letzten Läufigkeit. Die Wiederholungsbehandlung ist ab-hängig von dem verwendeten Präparat, meistens alle fünf Monate. Da der Zyklus bei der Hündin individuell verschieden wieder in Gang kommt, ist die Gefahr sehr groß, daß das Mittel, insbesondere nach wiederholter Verabreichung, während einer Zeit gegeben wird, in der die Hündin wieder selbst Hormone bildet. Eine Zyklusstörung - häufig mit Gebär-muttererweiterung - ist die Folge, die dann eines aufwendigen operativen Eingriffes bedarf Zwar sind etwa 60% der Tumoren gutartig, doch kann man in der Regel allein
vom Aussehen des Tumors keine Aussage über seine Bös- oder Gutartigkeit
treffen. Erst die histologische Untersuchung in einem Untersuchungsamt
gibt Auskunft über den Zustand einer Geschwulst. Allgemein gilt aber je eher man einen Knoten chirurgisch entfernt, desto
geringer ist die Gefahr der Ausbreitung von Tochtergeschwülsten.
Metastasen treten bekanntlich zuerst in der Lunge auf. Deshalb sollte
man vor jeder Operation eines Milchdrüsentumors eine Röntgenaufnahme
vom Brustraum anfertigen, um festzustellen, ob eine Tumorausbreitung bereits
stattgefunden hat. Sind bereits Metastasen im Brustraum zu finden kommt
jede Behandlung zu spät. Ist die Lunge jedoch noch frei, so verspricht
eine Operation guten Erfolg. Leider kommt ein Tumor selten allein. Meist folgen schon wenige Monate
danach weitere an anderen Stellen. Um der Hündin nicht eine Operation
nach der anderen zuzumuten empfiehlt sich folgendes Vorgehen: Tritt eine Geschwulst am Gesäuge auf, sollte sofort die betroffene
Milchleiste vollständig entfernt werden. kommen nach einiger Zeit
auf der anderen Seite neue Tumore, muss auch die zweite Milchleiste herausoperiert
werden. Da danach kein Milchgewebe mehr Doch kann die Hündin vorbeugend sehr leicht gegen diese schlimme Erkrankung geschützt werden. Dazu muss sie im Alter von 6 Monaten, also kurz vor der ersten Läufigkeit kastriert werden. Auf ihre Milchdrüsen wirken somit keine weiblichen Geschlechtshormone, so dass sich die Drüse wie das bei einem Rüden angelegte Milchgewebe verhält. Tumore sind hier bekanntlich äußerst selten. Das ganze Unternehmen setzt natürlich voraus, dass man mit der Hündin nicht züchten will. Häufigste Ursache für vorzeitigen Zahnverlust ist Parodontose, d. h. Zahnfleisch Schwund. Dabei wird das Zahnfleisch und der Zahnhalteapparat immer weiter zurückgedrängt, bis der Zahn einer normalen Belastung nicht mehr standhält und ausfällt. Eingeleitet wird dieser Prozess durch Zahnbelag und Zahnstein. Speisereste, Bakterien und Speichel verbinden sich zu einem klebrigen Belag auf den Zähnen, dieser kann anfangs noch z. B. mit einer Zahnbürste entfernt werden. Mit der Zeit lagern sich auch Mineralien in den Zahnbelag ein, er wird hart und haftet nun als Zahnstein fest am Zahn an. Am meisten betroffen sind die Eckzähne und die hinteren Backenzähne. Diese braunen Auflagerungen stören nicht nur die Optik der ansonsten weißen Zähne Zahnstein verursacht auch Mundgeruch, drängt das Zahnfleisch und den Zahnhalteapparat zurück und bildet einen idealen Schlupfwinkel für Bakterien, die wiederum das Zahnfleisch angreifen und es entzündlich verändern. Der Grad des Zahnsteinbefalls kann individuell sehr unterschiedlich sein,
wird öfter bei Zwergrassen gesehen und kann durch häufige kohlenhydratreiche
Zwischenmahlzeiten vermehrt werden. Bei nur geringem Zahnsteinbefall gelingt es eventuell, durch Zähneputzen mit Schlämmkreide oder Hundezahnpasta die Zähne zu reinigen. Ebenso haben spezielle Futtermittel und manche Kaustäbe einen zahnreinigenden Effekt und verzögern die Bildung neuen Zahnsteins Mit häuslicher Pflege nach professioneller Reinigung kann also Zahnstein, Parodontose und vorzeitiger Zahnverlust erfolgreich bekämpft werden. Falls Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt. sind mehr als nur juckende Quälgeister Flöhe: Flöhe sind etwa 2-3 mm groß und haben einen seitlich abgeplatteten Körper mit 3 unterschiedlich langen Beinpaaren. Da sie sehr beweglich sind, wird man die Flöhe selbst nur schwer zu sehen. Einfacher kann der Befall mit Flöhen festgestellt werden, indem man im Fell nach kleinen schwarzen Krümein sucht, dem sogenannten "Flohkot". Ein Trick hilft hier: Man kämmt das Tier auf ein feuchtes Stück Papier oder Baumwolle aus. Der herausgebürstete Flohkot besteht zum größten Teil aus getrocknetem, unverdautem Blut und färbt die Unterlage rot. Zecken: Überträger ernster Krankheiten Flöhe und Zecken sind nicht nur juckende Quälgeister, sie können
zu ernsten Krankheiten führen. Zecken übertragen gefährliche Krankheiten wie Borreliose (Lyme Disease), Babesiose. Der Biß einer einzigen Zecke kann ausreichen, um die Krankheitserreger auf den Wirt zu übertragen. Bei der Bekämpfung ist deshalb darauf zu achten, daß das verwendete Präparat auch Zecken sicher und schnell erfaßt. FRONTLINE Das neue Haarspray gegen Flöhe und Zecken heißt FRONTLINE. Es enthält den Wirkstoff "Fipronil" in alkoholischer Lösung. FRONTLINE ist ein mechanisches Pumpspray ohne Treibgas. Neuer Wirkstoff Sicherheit für Tier und Mensch Allergie gegen Flohspeichel leidet. Auch Zecken werden vernichtet, bevor sie sich tief einbohren, vollsaugen und gefährliche Infektionen übertragen. Die Wirkung im Nervensystem von Wirbellosen ist außerdem hochspezifisch. Dies sorgt für Sicherheit beim behandelten Tier und beim Menschen. Sogar Welpen, trächtige und säugende Tiere können mit dem neuen Präparat behandelt werden. Sobald das Spray getrocknet ist, dürfen selbst Kleinkinder das Tier wieder streicheln. Lange Wirkungsdauer Die Parasiten werden durch Kontakt mit dem neuen Mittel innerhalb kurzer Zeit erfaßt. Bereits 4 Stunden nach dem Einsprühen sind alle am Tier sitzenden Flöhe sicher abgetötet. Diese Wirkung hält lange an, da der Wirkstoff in den Talgdrüsen und in den oberen Hautschichten gespeichert wird. Einmal eingesprüht wirkt FRONTLINE wochenlang: Hund: gegen Flöhe: 1 - 3 Monate gegen Zecken: bis 5 Wochen Einfache Anwendung FRONTLINE wird einfach ins Haar gesprüht. Dazu sollte man einen gut belüfteten Raum wählen oder ins Freie gehen. Bei der Anwendung sind am besten Handschuhe zu tragen, damit verhindert man, daß der Alkohol in kleinen Hautwunden brennt. Gegen den Haarstrich einsprühen Man streichelt das Tier einfach gegen den Haarstich und stellt damit die Haare auf. Gleichzeitig sprüht man mit man mit dem Spray von hinten gegen die Haare. Da das Pumpspray nicht zischt, werden die Tiere nicht geängstigt. Es sollte das gesamte Tier gleichmäßig eingesprüht werden. Zur Behandlung des Gesichtes oder bei sehr ängstlichen Tieren kann man sich die Lösung auch in die Hand sprühen und anschließend ins Fell reiben. Kurz einmassieren Nach der Behandlung mit der empfohlenen Dosis sollte das Tier leicht feucht sein. Ein anschließendes kurzes Massieren des Tieres hilft, daß der Wirkstoff auf die Haut durchdringt und sich gleichmäßig verteilt. Das Tier trocknet innerhalb kurzer Zeit (ca. 15-30 min). Durch das Besprühen entsteht ein Film auf den Haaren der das Fell locker und glänzend macht. Baden und Shampoonieren Mit FRONTLINE behandelte Tiere können auch gebadet und shampooniert werden, ohne daß die Wirkung beeinträchtigt wird. Lediglich 2 Tage vor und nach der Behandlung sollte das Baden oder Shampoonieren unterbleiben, damit der Taig, den das Präparat braucht um einzuziehen, nicht abgewaschen wird. Zwei Flaschengrößen FRONTLINE gibt es in zwei Handelsformen: Die 100-mI-Flasche ist für Katzen und kleine Hunde (bis 12 kg). Die große Flasche mit 250 ml ist für größere Hunde ab ca. 12 kg Körper- gewicht. FRONTLINE ist äußerst ergiebig. Eine kleine Flasche reicht bei einer 4-kg-Katze für bis zu 8 Behandlungen. Eine große Flasche (250 ml) reicht bei einem 20-kg-Hund für etwa 4 Behandlungen. Bei einer durchschnittlichen Wirkungsdauer von 2 Monaten kann man damit einen 20-kg-Hund also eine ganze Saison (8 Monate) gegen Flöhe schützen. Ein wirksamer Impfschutz ist ja für einen verantwortlichen Hundebesitzer sowieso selbstverständlich und außerdem für den Grenzübertritt vorgeschrieben (Impfpaß nicht vergessen!). Außerdem empfiehlt es sich, vom Tierarzt eine kleine Reiseapotheke
zusammen-stellen zu lassen. Sie sollte enthalten: In einigen südlichen Ländern treten Krankheiten auf die bei uns nicht bekannt sind. Bahesiose Sie kommt vor in gewissen Gebieten von Amerika, Afrika, Indien, in Süd- und Ost-europa In unserer Praxis wurden Hunde vorge-stellt, die die Krankheit vom Plattensee und aus Jugoslawien eingeschleppt hatten. Der Erreger, ein Parasit, wird durch Zeckenbiß übertragen. Er befällt die roten Blutkörperchen und zerstört sie. In der Regel treten die Krankheitssymptome erst nach einer Woche auf, doch können sich auch nach wenigen Tagen Beschwerden zeigen. Sie sind durch schwere Störungen des Allgemeinbefindens und hohes Fieber ge-kennzeichnet Die Hunde werden zu-sehends blasser, die Atmung geht ange-strengt. Bei der Untersuchung ist eine Milz-- und Leberschwellung zu finden. Die endgültige Diagnose wird mittels einer speziellen Blutuntersuchung gestellt. Eine Behandlung ist möglich, sie ist nicht ganz ungefährlich, aber meist von Erfolg gekrönt. Die beste Vorbeugungsmaßnahme ist das Anlegen eines wirksamen Zeckenhals-bandes. Sie garantiert trotzdem keinen 100%-igen Schutz. Leishmaniose Diese Krankheit ist zu finden in Mittel- und Die Leishmanien werden durch stechende Sandfliegen übertragen, möglicherweise auch durch Läuse, Flöhe und Wanzen. Krankheitszeichen treten nach Wochen, manchmal erst nach Jahren auf. Zwei verschiedene Verlaufsformen sind bekannt: 1. Befall der inneren Organe mit Ab-magerung, Milzvergrößerung. Später treten häufig unstillbare Durchfälle auf. In diesem Fall ist keine Hilfe möglich. 2. Bei der ,,Hautform findet man Knoten in der Unterhaut, die aufbrechen können. Die Haut zeigt eine grobe Schuppung und stellenweise Auflagerungen von Schuppen. Meist ist kein Juckreiz vorhanden Die Lymphknoten sind in der Regel vergrößert. Die Krankheit wird mittels spezieller Blutuntersuchung diagnostiziert. Eine relativ aufwendige Behandlung ist bei der ,,Hautform" möglich, die aber häufig nicht zur vollständigen Abtötung des Erregers führt. Ein Kollege von der spanischen Universität Madrid wies kürzlich darauf hin, daß die Krankheit immer bedrohlichere Ausmaße annimmt Deshalb erscheint es ratsam, in betroffene Gebiete keine Hunde mitzunehmen.
Ist es trotzdem unerläßlich, so muß auf einen sorgfältigen
Parasitenschutz (Flohhalsband und Autan) geachtet werden.
Tierärztliche Klinik - - Dr. Wolfgang Kaspar - Dr. Jörg Lechner -TÄ J. Meusel Wertachstraße 1 - 90451 Nürnberg (gegenüber der Metro am Hafen) - Telefon 0911/643074 oder 643110 |